Ausbesserungswerk

Das so genannte Ausbesserungswerk unweit des heutigen Ingolstädter Hauptbahnhofs wurde im Jahr 1909 errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts war Ingolstadt ein wichtiger Eisenbahnverkehrsknotenpunkt. Die „Autostadt“ war noch weit. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 war ein großer Teil zwar fertiggestellt, aber die Hallen standen noch leer. Im Krieg dienten sie mehrere Jahre als Lazarett. Erst im Oktober 1917 begannen die Reparaturarbeiten. Zeitweise waren im Ausbesserungswerk mehr als 3000 Menschen beschäftigt. Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Bahn verlor das Ausbesserungswerk zunehmend an Bedeutung. 1961 wurde hier das letzte Mal an einer Dampflok gearbeitet. Ab 1962 war das einstige Lokomotiven-Ausbesserungswerk nur noch für bestimme Güterwagen und Sonderanfertigungen zuständig. Im Oktober 1966 wurde das Werk geschlossen.
Danach wurde kurz überlegt, in den Hallen ein Eisenbahnmuseum einzurichten. Daraus wurde allerdings nichts. Heute dienen das Werk vor allem als Lager. Viele kleinere Räume sind ungenutzt und verfallen zusehends.
Allerdings wachsen neue Träume: Wäre dieser Ort nicht auch ein fantastischer Raum für kreative, alternative Kunstschaffende? Das fragt sich nicht nur Daniel Lange.

 

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